Rausch und Stigma (Banner)

Mitschnitte der Film- und Gesprächsreihe „Rausch und Stigma – Bilder von Sucht“ der Arbeitsgruppe „Psychiatrie und Gesellschaft“ um und mit Georg Schomerus, Professor für Psychiatrie der Medizinischen Fakultät Leipzig und Direktor der Klinik und Poliklinik für Psychiatrie und Psychotherapie des Universitätsklinikums Leipzig.

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  1. Rausch und Stigma *

    Gesprächsrunde „Rausch und Stigma“

    Gesprächsrunde Rausch und Stigma: „Cannabis ist legal- und jetzt?“

    Die große Freiheit, die gemäß des Films mit Cannabis- und Alkoholgebrauch einhergeht, steht den rechtlichen Grenzen, die sich mit der Legalisierung der Substanzen in Deutschland ergaben, gegenüber. Und mehr wollen wir darüber von Dr. Jakob Manthey erfahren, der am Zentrum für Interdisziplinäre Suchtforschung an der Universität Hamburg und dem Universitätsklinikum Hamburg-Eppendorf forscht und unter anderen das Konsum-Cannabisgesetz wissenschaftlich begleitete. Neben ihm saß Dr. Susanne Rockweiler auf dem Podium, die weiß, wie sich Kunst und Wissenschaft wechselseitig ergänzen können. Als erste Vorständin der Stiftung »Welt der Versuchungen« in Erfurt kuratierte sie jüngst die Ausstellung »Only Good Vibes? – Cannabis- Rausch und Realität«. Ihr und uns ist es ein Anliegen, sich mit Personen mit unterschiedlichen Hintergründen und Perspektiven auszutauschen, um so das ambivalente Verhältnis von Rausch und Stigmatisierung, wie etwa von Cannabiskonsument:innen, besser zu verstehen. Bei dem Stichwort Stigmatisierung darf natürlich einer nicht fehlen: So freuen wir uns sehr, dass Georg Schomerus den Film- und Gesprächsabend erneut moderierte. Er ist Professor für Psychiatrie an der Medizinischen Fakultät der Universität Leipzig und Direktor der Klinik und Poliklinik für Psychiatrie und Psychotherapie des Universitätsklinikums Leipzig. Durch seine Forschung weiß er von den Stereotypen von Menschen mit psychischen Erkrankungen in der Gesellschaft und auch deren Auswirkungen auf Betroffene. Wie immer sollte der Abend zum Austausch anregen und war offen für Eindrücke, Erfahrungen und Fragen aus dem Publikum.

    Arbeitsgruppe »Psychiatrie und Gesellschaft«, Klinik und Poliklinik für Psychiatrie und Psychotherapie, Medizinische Fakultät der Universität Leipzig und Universitätsklinikum Leipzig

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  2. Rausch und Stigma *

    Rausch und Stigma Gespräch -Wie viel Rausch braucht eine Party

    Wie viel Rausch braucht eine Party? Bei der Gesprächsrunde von „Rausch und Stigma“ war dieses Mal das Pink-Cloud-Kollektiv zu Gast! Das Pink-Cloud-Kollektiv eröffnet Party-Räume, die auch ohne Konsum von Alkohol und anderen Drogen einen Rausch schaffen. Sie feiern ihre Gegenentwürfe mit Raves und Konzerten und geben Anlass, zu hinterfragen, dass Alkohol (und anderen Drogen) wie selbstverständlich verfügbar sind. So zeigen sie einen Weg, wie wir uns gemeinschaftlich vor Abhängigkeitserkrankung schützen können und schlagen eine Brücke zur Woche der Seelischen Gesundheit, in deren Rahmen die Veranstaltung stattfand.

    Moderiert wurde der Gesprächsabend von Georg Schomerus, Professor für Psychiatrie an der Medizinischen Fakultät der Universität Leipzig und Direktor der Klinik und Poliklinik für Psychiatrie und Psychotherapie des Universitätsklinikums Leipzig. Durch seine Forschung zur Stigmatisierung von Menschen mit psychischen Erkrankungen, weiß er davon, wie ambivalent unsere Vorstellungen auf Rausch und Sucht, aber auch Nüchternheit sind.

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  3. Rausch und Stigma *

    Rausch und Stigma – Sucht geht uns alle an!

    Welche Bilder von Sucht kennen wir kaum?
    »Vena« (Fleischhacker 2024) flimmerte über die Leinwand im Luru Kino (Spinnereistraße 7, 04179 Leipzig) und umreißt eine ganz besondere Geschichte. Die zehnte Veranstaltung der Reihe »Rausch und Stigma – Bilder von Sucht« fand am Dienstag, 13. Mai 2025 statt.

    Mit ihrem Debut »Vena« leuchtet die Erfurter Filmemacherin Chiara Fleischhacker ein bisher nur selten bebildertes Schicksal aus: Eine werdende Mutter kämpft mit ihrer Sucht, hadert mit persönlichen Problemen, genauso wie mit den (Konsum-)Gewohnheiten ihres Bekanntenkreises und institutionellen Hürden. Mit dem Spielfilm kommen wir dem Erleben ganz nah. Das liegt wesentlich daran, dass sich Fleischhacker in intensiven Recherchen, durch Gespräche mit werdenden Müttern und Frauen mit Suchterfahrungen – teilweise sogar in Haftanstalten –, dem Thema nähert und uns nun an diesen Eindrücken teilhaben lässt. Und das geht uns alle an: Trotz aller Bemühungen bleibt der Wunsch nach Verbundenheit der Protagonistin Jenny bisweilen unerfüllt, was ihr immer größere Sorgen und Ängsten bereitet. Auch wenn wir vielleicht nicht das gleiche Schicksal teilen, schult uns der Film ganz mühelos darin, ein Verständnis füreinander zu entwickeln, um wohlwollend aufeinander zuzugehen.

    Susanna Hahn, leitende Sozialarbeiterin der Klinik und Poliklinik für Psychiatrie und Psychotherapie am Zentrum für seelische Gesundheit in Dresden, berichtete uns von ihren persönlichen Begegnungen und Schicksalen sowie Hilfsangebote für Mütter und Kinder. Dafür gab sie uns Einblicke in ihre langjährigen Erfahrungen im Projekt »Mama, denk an mich«, dessen Titel von großer Bedeutung für (werdende) Mütter oder Frauen mit Kinderwunsch und bestehendem Drogenkonsum ist.

    Moderiert wurde der Film- und Gesprächsabend von Silvia Krumm, Professorin für Sozialpsychiatrische Teilhabeforschung an der Medizinischen Fakultät der Universität Leipzig und dem Universitätsklinikum Leipzig. Seit vielen Jahren untersucht sie, wie sich psychische Belastungen und die Gesundheitsversorgung nach Geschlecht unterscheiden, wie beispielsweise Frauen mit Suchterfahrungen mit von der Gesellschaft zugeschriebenen Rollenvorstellungen hadern. Darüber hinaus hat ein besonderes Interesse daran, auch Personen mit eigenen psychischen Krisenerfahrungen in ihrer Forschung mitbestimmen zu lassen.

    Mit musikalischer Umrandung durch die Leipziger Künstlerin mahouna 315
    (Instagram/Spotify etc. : @mahoun315)

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  4. Rausch und Stigma *

    „Rausch und Stigma – Bilder von Sucht“ – Einblicke in die städtische Drogenpolitik

    Sendung am 28.10.2024 – Bei der achten Veranstaltung der Reihe „Rausch und Stigma – Bilder von Sucht“ kamen wir ins Gespräch über (un)sichere Räume für Rausch. Nachdem der Kinofilm „Fear and Loathing in Las Vegas“ (Gilliam 1998) den ekstatischen Umgang mit Drogen in der journalistischen Arbeit der Protagonisten thematisierte, kommen wir über das Motto der Woche der seelischen Gesundheit „Hand in Hand für seelische Gesundheit am Arbeitsplatz“ mit den Drugscouts als Akteur:innen des Nachtlebens ins Gespräch. „Information statt Vorurteile“ schreiben sie sich auf die Fahne und sensibilisieren dafür, wie wir Ekstase und Feierkultur erfahren und wie wir den damit verbundenen, etwaigen Risiken nicht nur auf individueller, sondern auf kollektiver Ebene begegnen wollen und können. Moderiert wurde der Film- und Gesprächsabend von der Arbeitsgruppe „Psychiatrie und Gesellschaft“ um und mit Georg Schomerus, Professor für Psychiatrie an der Medizinischen Fakultät der Universität Leipzig und Direktor der Klinik und Poliklinik für Psychiatrie und Psychotherapie des Universitätsklinikums Leipzig. Durch die Forschung zur Stigmatisierung von Menschen mit psychischen Erkrankungen wissen wir um den ambivalenten Blick auf Rausch und Sucht. Seit nunmehr zwei Jahren sind wir dankbar über den gemeinsamen Austausch, über Eindrücke, Ansichten und Fragen aus dem Publikum.

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