Am heutigen Donnerstag, dem 16.April wird in Leipzig eine weitere Veranstaltung im Rahmen von Tacheles, des Jahrs der jüdischen Kultur in Sachsen stattfinden. Radio Blau hat sich in Zusammenarbeit mit verschiedenen Kulturorten auf die Spuren der Geschichte jüdischer Kultur begeben und wird das in diesem Jahr auch noch fortsetzen. Hier ein Gespräch mit den Hörspielautor Kai Grehn, denn in Leipzig im Ariowitsch-Haus wird am Donnerstag, dem 16.4. um 18 Uhr das Hörstück „Imiona nurtu. Die Namen der Strömung“ vorgestellt. Das Stück basiert auf Gedichten des polnischen Schriftstellers Tadeusz Borowski und auf den Sterbebüchern von Auschwitz, aber auch auf Geräusch-Aufnahmen aus Auschwitz-Birkenau.
Schon letzte Woche gab es in ganz Sachsen im Rahmen des Tags der Provenienzforschung auch Veranstaltungen zu den Spuren jüdischer Geschichte in sächsischen Bibliotheken. Wir haben ein Gespräch geführt mit Frau.Dr. Lea Hagedorn, die im Projekt „NS-Raubgut in der Leipziger Stadtbibliothek für den Zeitraum 1944 bis 1951“ tätig ist und mit Annalena Aring von der Musikbibliothek, beide sind an einer Veranstaltung am Mittwoch, dem 8.4. zur Geschichte der Familie Hinrichsen und der Musikbibliothek in der Stadtbibliothek beteiligt gewesen.
Und noch ein Gespräch mit Elisabeth Geldmacher zu den Bibliotheksbeständen an der SLUB Dresden und warum sich Spuren der Verfolgung von Jüdinnen und Juden in der Bibliotheksgeschichte finden. Gerade in der Zeit des Nationalsozialismus zwischen 1933 und 1945 sind Bücher von jüdischen Vorbesitzern unrechtmässig abhanden gekommen.

