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Pura Vida Sounds: THE INFLUENCE OF ISLAM IN THE WESTERN JAZZ SCENE 1957 – 1989

Bereits in den 40er Jahren machte sich im afroamerikanischen Jazz Milieu der Islam als Religion des Widerstands und der spirituellen Befreiung breit. New York war hier das Zentrum. Die liberale Ahmadiyya Bewegung zog scharenweise Musiker an. Fast alle, die damals Rang und Namen im Jazz hatten, waren in deren Umfeld anzutreffen. Ein neues Selbstbewusstsein entstand, die Unterdrückung der Schwarzen sollte nun endlich der Vergangenheit angehören. Als Moslem war es nun leichter gleiche Rechte einzufordern. Jedoch gab es für die Protagonisten verschiedene Gründe zum Islam zu konvertieren. Für manche war es einfach auch eine Möglichkeit ihrem ungesunden, selbstzerstörerischen Lebensstil zu entfliehen, andere interessierten sich vordringlich für orientalische Musiktraditionen. Auf jeden Fall entstanden durch die Verschmelzung orientalischer Musik mit westlichem Jazz sehr interessante und hörenswerte Musikexperimente.