Eine Sendung über historisch – politische Ereignisse und aktuelle politische Themen
Justin’s Politik Talk
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Justin's Politik Talk *
Die vergessenen Kanzler Folge 12: Kurt von Schleicher- Ein Kanzler im Untergang der Republik
Berlin, Winter 1932. Die Demokratie der Weimarer Republik steht an einem gefährlichen Abgrund . Wirtschaftskrise, Massenarbeitslosigkeit und politische Radikalisierung haben das Vertrauen in die Demokratie schwer beschädigt. Im Reichstag sind stabile Mehrheiten seit einigen Jahren nicht mehr möglich, regiert wird ausschließlich mit Notverordnungen und eine Neuwahl jagt die nächste, doch durch jede neue Wahl gewinnen Nationalsozialisten und Kommunisten immer mehr an Einfluss.
Die Reichsregierung unter Kanzler Franz von Papen spielt ein brandgefährliches Spiel um die Macht. Er entmachtet die preußische Landesregierung, lässt mehrfach den Reichstag auflösen, plant einen Staatsnotstand und verhandelt mit Hitler über eine mögliche Zusammenarbeit in einer Koalition.
Nach der Reichstagswahl von November 1932 steht Franz von Papen politisch isoliert da. Seinen Plan einen Staatsnotstand auszurufen, trifft auf Widerstand und der Reichswehrminister macht dem Reichspräsidenten deutlich, dass die Reichswehr einen solchen Kurs nicht unterstützen werde und so verliert Hindenburg das Vertrauen in seinen Kanzler. Am 3. Dezember 1932 entlässt Hindenburg den amtierenden Reichskanzler Franz von Papen.
Nun setzt der Reichspräsident auf einen Mann, der seit Jahren im Hintergrund großen Einfluss ausübt: General Kurt von Schleicher. Als neuer Reichskanzler soll er die politische Krise überwinden und den drohenden Zusammenbruch der Republik verhindern. Doch seine Regierung wird nur wenige Wochen bestehen. Während Schleicher noch nach einer politischen Lösung sucht, schmieden seine Gegner bereits neue Bündnisse. Der Untergang der Weimarer Republik und das Ende der Demokratie rücken unaufhaltsam immer näher….
Braun, Bernd: Die Reichskanzler der Weimarer Republik – Zwölf Lebensläufe in Bildern
Stiftung Reichspräsident Friedrich Ebert Gedenkstätte
Heidelberg, 2003, 120 Seiten, davon genutzt: S.96 – 105
Für die Reden: Stimmen des 20. Jahrhunderts – Die Reichskanzler der Weimarer Republik in Originaltonaufnahmen. Eine CD der Friedrich Ebert Gedenkstätte, Deutsches Rundfunkarchiv.
https://de.wikipedia.org/wiki/Kurt_von_Schleicher
https://www.dhm.de/lemo/biografie/kurt-von-schleicher
https://www.dhm.de/lemo/kapitel/ns-regime/etablierung-der-ns-herrschaft/reichstagswahl-1933
https://www.bundestag.de/dokumente/textarchiv/1933-03-05-wahlen33-544990
https://de.wikipedia.org/wiki/Reichstagswahl_M%C3%A4rz_1933
https://www.bundestag.de/dokumente/textarchiv/1933-02-27-reichstagsbrand-934664
https://www.bpb.de/kurz-knapp/hintergrund-aktuell/265402/reichstagsbrand-auf-dem-weg-in-die-diktatur/- Politik
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Die vergessenen Kanzler Folge 11: Franz von Papen – Ein Kanzler im Spiel um die Macht
Berlin, Sommer 1932. Die Weimarer Republik ist politisch tief gespalten. Einige Jahre schon erschüttern Wirtschaftskrise, Massenarbeitslosigkeit und wachsende politische Radikalisierung das Land. Auch der Reichstag befindet sich in einem politischen Konflikt, stabile Mehrheiten kommen kaum noch zustande und das Vertrauen in die parlamentarische Demokratie schwindet sichtbar.
Reichskanzler Heinrich Brüning hat in den vergangen zwei Jahren mit Notverordnungen und einer harten Hand seine Sparpolitik durchgesetzt, um so die Wirtschaft zu retten und die Massenarbeitslosigkeit zu minimieren. Am 30.05.1932 entzieht der Reichspräsident Paul von Hindenburg dem Zentrumspolitiker und amtierenden Reichskanzler Heinrich Brüning das Vertrauen und zwingt ihn so zum Rücktritt.
Nun greift Hindenburg entschlossener denn je in die Regierungspolitik ein. Mit harter Hand löst sich das Präsidialsystem immer weiter von parlamentarischen Mehrheiten. Nicht mehr der Reichstag bestimmt die politische Richtung, sondern das Umfeld des Reichspräsidenten: konservative Eliten, Militärs und einflussreiche Berater werden die Politik von nun an bestimmen.Der Reichspräsident setzt daher nun auf einen parteilosen, katholischen adligen als neuen Reichskanzler. Franz von Papen. Er ist selbstbewusst, strebt nach Macht und wird die Republik fortan politisch grundlegend verändern. Für seine Politik wird er 1946 sogar angeklagt
Braun, Bernd: Die Reichskanzler der Weimarer Republik – Zwölf Lebensläufe in Bildern
Stiftung Reichspräsident Friedrich Ebert Gedenkstätte
Heidelberg, 2003, 120 Seiten, davon genutzt:
Für die Reden: Stimmen des 20. Jahrhunderts – Die Reichskanzler der Weimarer Republik in Originaltonaufnahmen. Eine CD der Friedrich Ebert Gedenkstätte, Deutsches Rundfunkarchiv.
https://www.dhm.de/lemo/biografie/franz-papen
https://de.wikipedia.org/wiki/Franz_von_Papen
https://de.wikipedia.org/wiki/Kabinett_Papen
https://de.wikipedia.org/wiki/Kabinett_Braun_III
https://de.wikipedia.org/wiki/Reichskommissariat_Papen_I
https://de.wikipedia.org/wiki/Reichskommissariat_Papen_II
https://de.wikipedia.org/wiki/Reichskommissariat_Papen_III
https://www.dhm.de/lemo/bestand/objekt/reichstagswahl-31-juli-1932
https://www.dhm.de/lemo/bestand/objekt/reichstagswahl-6-november-1932
https://www.konrad-adenauer.de/personen/seite/franz-von-papen/- Politik
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Die vergessenen Kanzler Folge 10: Heinrich Brüning – Ein Kanzler im Schatten der Demokratie
Berlin Sommer 1930. Die Weimarer Republik befindet sich in einer tiefen politischen Krise. In den Monaten zuvor hat sich die Lage drastisch zugespitzt. Der sozialdemokratische Reichskanzler Hermann Müller ringt von Beginn an darum, die Große Koalition zusammenzuhalten. Doch die Gegensätze zwischen den Parteien verschärfen sich, Misstrauen wächst, und politische Kompromisse werden immer schwieriger.
Schließlich bringt ein Konflikt um die Finanzierung der Arbeitslosenversicherung die Regierung zu Fall. Hinter diesem Streit steht jedoch mehr als eine einzelne Sachfrage: Es ist der Ausdruck eines grundlegenden Zerfalls politischer Zusammenarbeit. Im März 1930 tritt mit Hermann Müller, der letzte demokratische Reichskanzler, zurück.
An seine Stelle tritt auf Entscheidung des Reichspräsidenten Paul von Hindenburg der Zentrumspolitiker Heinrich Brüning. Seine Ernennung markiert einen Wendepunkt. Brüning verfügt über keine stabile Mehrheit im Reichstag und ist daher von Beginn an auf die Unterstützung des Reichspräsidenten angewiesen.
Statt auf parlamentarische Mehrheiten wird Heinrich Brüning auf Notverordnungen setzen und mit seiner Scheinkoalition am Reichstag vorbei regieren.
Währenddessen wird der Reichspräsident Paul von Hindenburg im Hintergrund mitregieren und die Politik von nun an stark beeinflussen.
Braun, Bernd: Die Reichskanzler der Weimarer Republik – Zwölf Lebensläufe in Bildern
Stiftung Reichspräsident Friedrich Ebert Gedenkstätte
Heidelberg, 2003, 120 Seiten, davon genutzt: 82 – 88
Für die Reden: Stimmen des 20. Jahrhunderts – Die Reichskanzler der Weimarer Republik in Originaltonaufnahmen. Eine CD der Friedrich Ebert Gedenkstätte, Deutsches Rundfunkarchiv.
https://www.dhm.de/lemo/biografie/heinrich-bruening
https://de.wikipedia.org/wiki/Heinrich_Br%C3%BCning
Kabinett Brüning I https://de.wikipedia.org/wiki/Kabinett_Br%C3%BCning_I
Kabinett Brüning II https://de.wikipedia.org/wiki/Kabinett_Br%C3%BCning_II
https://www.dhm.de/lemo/bestand/objekt/reichstagswahl-14-september-1930
Wahl zum Reichspräsidenten 1932
https://www.dhm.de/lemo/kapitel/weimarer-republik/innenpolitik/praesiwahl32
https://www.kas.de/de/web/wissenschaftliche-dienste-archiv/forschungen-und-quellen-zur-zeitgeschichte/detail/-/content/heinrich-bruening-1885-1970-- Politik
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Berlin. Winter 1925. Die politische Lage scheint sich stabilisiert zu haben und das Vertrauen der Menschen in die Politik steigt zunehmend. Und auch außenpolitisch tritt Deutschland zunehmend wieder als ernsthafter Partner auf und ist nun sogar ein gleichberechtigtes Mitglied im Völkerbund.
Doch während die Wirtschaft sich erholt, die Krisen überwunden scheinen, bleibt der Reichstag nach der Wahl im Dezember 1924 tief zersplittertet. Der bisherige Reichskanzler Wilhelm Marx scheitert mit einer neuen Regierungsbildung und gibt den Auftrag zurück an Reichspräsident Friedrich Ebert, der eine ungewöhnliche Entscheidung trifft. Er beruft keinen Parteipolitiker in das Amt des Reichskanzlers sondern einen parteilosen Finanzfachmann, der die Geschicke des Reiches lenken soll.
Seine Wahl fällt auf Hans Luther. Ein Sohn aus einer wohlhabenden Familie.
Doch seine Kanzlerschaft wird schnell mit dem Tod des Reichspräsident Friedrich Ebert überschattet. Als der Kaisertreue Paul von Hindenburg neuer Reichspräsident wird, ändert sich alles und nun steht auch Hans Luther im Schatten des neuen Präsidenten.
https://www.dhm.de/lemo/biografie/hans-luther
https://de.wikipedia.org/wiki/Hans_Luther
https://www.deutsche-biographie.de/gnd118575422.html#ndbcontent Hans Luther
https://www.zeitklicks.de/biographien/l/luther-hans
https://www.moneypedia.de/index.php/Buch:_Hans_Luther,_Politiker_ohne_Partei
https://de.wikipedia.org/wiki/Reichspr %C3%A4sidentenwahl_1925#Ergebnis_des_zweiten_Wahlgangs
Braun, Bernd: Die Reichskanzler der Weimarer Republik – Zwölf Lebensläufe in Bildern
Stiftung Reichspräsident Friedrich Ebert Gedenkstätte
Heidelberg, 2003, 120 Seiten, davon genutzt: 74 – 81Für die Reden: Stimmen des 20. Jahrhunderts – Die Reichskanzler der Weimarer Republik in Originaltonaufnahmen. Eine CD der Friedrich Ebert Gedenkstätte, Deutsches Rundfunkarchiv.
https://www.dhm.de/lemo/kapitel/weimarer-republik/aussenpolitik/dawesplan
https://www.dhm.de/lemo/kapitel/weimarer-republik/aussenpolitik/locarno
https://www.dhm.de/lemo/kapitel/weimarer-republik/aussenpolitik/berliner-vertrag
https://www.dhm.de/lemo/kapitel/weimarer-republik/innenpolitik/flaggenstreit-1926
https://de.wikipedia.org/wiki/Kabinett_Luther_I
https://de.wikipedia.org/wiki/Kabinett_Luther_II
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